Sound-Imaginery: Mama – Desire

Immer dabei, die guten Sennheiser mit dem SCHEISS-Kabel...

Immer dabei, die guten Sennheiser mit dem SCHEISS-Kabel…

Hier also meine erste Story, mein Bild, mein Video, mein Film, mein Kopfkino. Nennt es, wie ihr wollt.

Auf das Lied bin ich vor einigen Monaten bei Soundcloud aufmerksam geworden, es wurde mir dort in die Timeline gespült. Für mich ein ganz klassischer, geschmeidiger und gechillter Sommerhit. Fast zu langsam, um noch irgendwie tanzbar zu sein…

So funktionierts: Nehmt euch ein paar Minuten Zeit. Zeit, in der ihr durch nichts abgelenkt seid.

Klickt den Playknopf, wartet, bis die Musik startet (das kann leider etwas dauern, dieses Soundcloud-Embedding scheint seine Schwächen zu haben, sollte es gar nicht gehen, klickt den Link unter dem Embedding an, dann startet der Track in einem neuen Tab). Lest. Nicht hetzen. Vorstellen…

Ganz wichtig: tut der Musik einen Gefallen und hört sie wenigstens mit Kopfhörern oder über halbwegs hörbare Lautsprecher an. Das sollte man übrigens sowieso tun, wenn man Musik hört…

Ob der Lesevorgang genauso lange dauert wie das Lied, hab ich ja fast nicht in der Hand, es könnte aber bei dem Posting fast hinkommen…

Jetzt aber. Los gehts!

Musik direkt bei Soundcloud abspielen

du öffnest die Augen

liegst im Bett

unter einem Laken

warm

dein Blick geht nach rechts

auf die andere Betthälfte

leer

Oh, schon auf?

Handy

neun Uhr

hm

Sonne scheint durchs geöffnete Fenster

leichter Wind weht durch den Vorhang

er verbirgt wenig erfolgreich den blauen Himmel draußen

gegen das Vogelgezwitscher

hat er gleich gar keine Chance

ansonsten

Ruhe

obwohl

irgendwas issda

später

du stehst auf

Bad

Dusche

warmes, weiches Wasser

müht sich mit dem Duschgel

schnell

es zieht dich nach draußen

irgendwas anziehen

egal

Urlaub

die gefliesten Treppenstufen unter deinen nackten Füßen fühlen sich gut an

kalt

du läufst

nimmst zwei Stufen auf einmal

mit deiner Hand rutschst du auf dem Holzgeländer lang

es quietscht

macht Spaß

deine Hand wird warm

noch einmal abbiegen

Terrasse

Sonne

Garten

Blumen

Blüten

Farben

Keiner da?

eine Nachricht

„sind irgendwo“

oder so ähnlich

egal

eine weitere Treppe

in den Garten

Rasen kitzelt unter den Füßen

Der Boden ist etwas feucht

Hats geregnet?

Blütenblätter vom Oleander liegen hier und da rum

und noch andere bunte Blätter

die du nicht kennst

Memo an dich

Buch kaufen

nee. Quatsch.

einzwei Vögel picken etwas im Rasen herum

die Sonne wärmt deine Haut

und deine Gedanken

deine Füße tragen dich zum Pool

kristallklares Wasser

kleine Wellen kräuseln sich

die Reinigungsanlage rülpst

Gläser auf dem Beckenrand

vom Vorabend

Wein

Bier

ein voller Aschenbecher

war wohl nett

später ans Aufräumen denken

du setzt dich an den Rand des Pools

tauchst die Beine ein

alter Schwede!

KALT!

Kalt!

Kalt

kalt

ok

gehtso

doch

ganz angenehm

du blinzelst in die Sonne

Wind streicht über deine Haut

du lehnst dich zurück

stützt dich mit den Armen nach hinten ab

schließt die Augen

legst den Kopf in den Nacken

atmest langsam und tief

wieder dieses Geräusch

hinter der flachen Mauer

irgendwo

zwischen den wilden Olivenbäumen

du läufst hin

vorbei an den Sonnenliegen

fragst dich

warum diese Mauern eigentlich stehen

kleine und große runde Steine

angerauht

aufeinander gestapelt

mit etwas dazwischen

du steigst auf die Mauer

siehst

braune, aufgeplatzte Erde

du kannst die Trockenheit fast greifen

Weizen

warum auch immer der da wächst

zwischendrin

dieses Geräusch

ein helles Bimmeln

Da!

kleine Schafe

friedlich grasend

freundlich trabend

stumpf mampfend

ein einfaches Glück

Grillen zirpen

irgendwo bellt ein Hund

ansonsten

massive Stille

Frühstückshunger treibt dich zurück ins Haus

jemand hat die Kaffeemaschine hochgefahren

sie faucht und spuckt dunkelschwarzes Gesöff in die Kanne

großer Becher

du checkst das Eisfach

füllst den Becher mit Würfeln

am Becherrand kondensiert Wasser

kleine Perlen rinnen herunter

Kaffee rein

Strohhalm?

Strohhalm!

wo sind die Scheißdin…? ah, da

du greifst ein Stück landestypisches Gebäck

du setzt deine Sonnenbrille auf

nimmst dein Handy und den kleinen Lautsprecher mit

er piepst fröhlich, als du ihn anschaltest

die Terrasse draußen bietet Schatten

der große Steintisch bietet Platz

es riecht nach Mandeln

nach Zitronen

die Luft flimmert leicht

schon so warm

du entscheidest dich für den großen Korbsessel

befiehlst dem Handy

Musik. Los!

du lehnst dich zurück

ziehst kräftig am Strohhalm

gekühlter, starker Kaffee

dein Lieblingslied, leise vom Handy

Schafe, Vögel, Sonne, Himmel, Wind, Kaffee, Sessel, warm, perfekt

2 Gedanken zu „Sound-Imaginery: Mama – Desire

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